Die Höhle der Löwen

Die Höhle der Löwen


Fernsehsendung: Die Höhle der Löwen

Seit der ersten Ausstrahlung von Die Höhle der Löwen habe ich die Sendungen verfolgt. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch die meisten Gründerinnen und Gründer, die dort auftreten, die Show vorher gesehen haben. Trotzdem fällt immer wieder auf, dass sich die gleichen Fehler immer wiederholen.

Diese Fehler solltest auch du kennen – selbst wenn du nie in der Sendung auftrittst, sondern dein Unternehmen zum Beispiel im Internet oder abseits der TV-Bühne aufbaust.

Die Höhle der Löwen
KI Bild

Der richtige Zeitpunkt

Den passenden Moment, deine Geschäftsidee Investoren vorzustellen, kannst du nicht pauschal festlegen. Aber es gibt Faktoren, die dir helfen, ihn einzugrenzen:

  • Marktreife deiner Idee
    Deine Idee sollte durchdacht und möglichst marktreif sein. Du benötigst eine klare Vorstellung von deinem Produkt oder deiner Dienstleistung, deinem Zielmarkt und deinem Geschäftsmodell.
  • Businessplan und Finanzprognosen
    Ein solider Businessplan mit realistischen Zahlen zeigt Investoren, dass du deine Hausaufgaben erledigt hast und genau weisst, wie dein Unternehmen Gewinne erzielen soll.
  • Prototyp oder Minimum Viable Product (MVP)
    Wenn möglich, entwickle einen Prototyp oder ein MVP. So beweist du die Umsetzbarkeit deiner Idee und lieferst Investoren etwas Greifbares.
  • Marktforschung und Validierung
    Zeig mit Daten, dass es für dein Produkt Nachfrage gibt. Kundenfeedback oder eine Pilotphase können dabei enorm überzeugen.
  • Engagement und Team
    Investoren schauen nicht nur auf die Idee, sondern auch auf die Menschen dahinter. Dein Einsatz und ein starkes, vielseitiges Team sind entscheidend. Zudem schätzen es die Investoren nicht, wenn die Gründer nur nebenamtlich am Projekt arbeiten.
  • Timing im Markt
    Deine Idee muss zum Marktumfeld passen.
  • Finanzielle Klarheit
    Sei bereit, offen über Kapitalbedarf und den Einsatz der Mittel zu sprechen.
  • Netzwerk
    Nutze Kontakte und Veranstaltungen, um Investoren auf dich aufmerksam zu machen.

Jede Idee und jeder Markt sind einzigartig. Aber eins gilt immer:

„Mach deine Hausaufgaben und bereite dich sorgfältig vor, bevor du dich an Investoren wendest.“


Die Bewertung

Die Unternehmensbewertung ist ein heikles Thema. Viele Gründer überschätzen ihr junges Unternehmen. Wer kaum Umsätze erzielt hat, sollte nicht gleich von Millionenbewertungen träumen.

Bei der Bewertung zählen Faktoren wie deine bisherigen Finanzkennzahlen, der Wettbewerb, das Wachstumspotenzial, die Erfahrung deines Teams, der Markenwert und auch die Unternehmenskultur. Keine Methode ist perfekt – nutze mehrere Ansätze, um ein realistisches Bild zu bekommen.


Dein USP

Der USP – das Alleinstellungsmerkmal – ist dein Trumpf. Ohne eine klare Besonderheit wirst du kaum Begeisterung auslösen. Frag dich: Wodurch unterscheidet sich deine Idee wirklich vom Wettbewerb?


Die Konkurrenz

Eine gründliche Konkurrenzanalyse ist Pflicht. Wenn du es mit riesigen Konzernen zu tun hast, solltest du zweimal überlegen, ob sich dein Einstieg lohnt.
Sammle Daten, werte sie aus, erkenne Stärken und Schwächen deiner Mitbewerber – nur so kannst du gezielt Strategien entwickeln, um dich durchzusetzen.

Zitat von Philip Kotler:

„Das Marktpotenzial bestimmt die Grenzen des Erfolgs.“


Das Marktpotenzial

Wie gross ist dein Markt? Nationale, europäische oder globale Kundenbasis? Nur mit fundierter Marktforschung kannst du das realistisch einschätzen.


Storytelling

Investoren wollen mehr als Zahlen – sie wollen deine Geschichte hören. Eine spannende Gründungsgeschichte vermittelt Leidenschaft, Ziele und Strategie. Sie weckt Emotionen und macht es wahrscheinlicher, dass Investoren bereit sind, ein Risiko einzugehen.

Michael John Bobak hat es schön auf den Punkt gebracht:

„Jeglicher Fortschritt findet ausserhalb der Komfortzone statt.“


Risiken kennen

Mit welchen Risiken rechnest du? Und welche Gegenmassnahmen hast du vorbereitet?
Investoren wollen sehen, dass du mögliche Probleme erkennst und durchdacht angehst – egal ob es um Finanzen, Technik oder Organisation geht.

Zitat von Carl Amery:

„Das Erkennen von Risiken ist der erste Schritt zum Erfolg.“


Skalierbarkeit

Investoren interessiert nicht, ob du ein paar Hunderttausend verdienst. Sie wollen wissen: Kann dein Modell Millionen bringen? Prüfe, wie stark dein Geschäft ausbaubar ist und ob es in Zukunft grosses Wachstumspotenzial hat.


Die Zahlen

Lege deine geplanten Umsätze und Gewinne für die nächsten Jahre vor. Kleine Zahlen beeindrucken kaum – sie müssen ambitioniert, aber nachvollziehbar sein. Und: Lerne den Jargon der Investoren, damit du ihre Sprache sprichst und verstehst.


Begeisterung

Wenn du dein Projekt mit Leidenschaft präsentierst, springt der Funke über. Mit einer trockenen Präsentation machst du es dir unnötig schwer.


Das Patent

Wenn du eine echte Innovation geschaffen hast, erwarten Investoren einen Patentschutz. Andernfalls kann deine Idee rasch kopiert werden. Für Start-ups ist ein Patent oft die Basis, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben.


Vertrieb

Kenne die möglichen Wege, wie deine Produkte verkauft werden können:

  • Supermärkte
  • Fachläden
  • Kioske, Tankstellenshops
  • Teleshopping
  • Onlineshops

Dein Team

Bei einer Gründung geht es nicht darum, dass alle das Gleiche können. Entscheidend ist, dass sich eure Fähigkeiten ergänzen. Nur so entsteht ein starkes, belastbares Team.


Antworten auf alle Fragen

Versuche, so viele Fragen wie möglich vorherzusehen, und bereite Antworten vor. Je mehr Sicherheit du ausstrahlst, desto überzeugender wirkst du.


Was du vermeiden solltest

Investoren mögen in der Regel keine:

  • Produkte, die eine Kühlkette benötigen
  • sehr kleine Nischenmärkte
  • Unternehmen, die bereits viele Geldgeber im Boot haben
  • in Konkurrenz mit Grosskonzernen gehen
  • leicht kopierbare Produkte

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